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Hildesheimer Allgemeine Zeitung (HAZ)


Blick unter die Bettdecke
Theresia Pointinger wartete ... Denn nur zur Jagdzeit geruhte Kaiser Franz Josef I. von Österreich ein paar Wochen mit ihr das Bett zu teilen. Die Kinder aus dieser Liaison hinterließ der Kaiser seiner Mätresse als eine Art Geschenk. Unterhalt sah sie nie. Ganz im Gegenteil zur Liebschaft Nummer zwei: Anna Nahowski ließ sich ihre 14 Jahre als Geliebte von Franz Josef fürstlich bezahlen, wie ihrem Tagebuch zu entnehmen ist. Und der Kaiser beschenkte auch Nummer drei mit Millionen: Dafür teilte Katharina Schratt – mit Einwilligung von Kaiserin Sisi - 37 Jahre das Bett des 27 Jahre älteren Kaiser ... Nicht immer hatte es Anna Eunike Röhrig so leicht wie bei Anna Nahowski, unter die Bettdecken kaiserlicher Herrscher, reicher Kirchenfürsten, berühmter Politiker und Künstler zu schauen. Seit Jahren erforscht die Bibliothekarin langjährige außereheliche Beziehungen und legt jetzt … ein biografisches Handbuch vor, in dem sich 250 "Mätressen und Favoriten" ein kunterbuntes Stelldichein geben. Das Ergebnis ist ein gut lesbares Buch zum Stöbern, Staunen und Lernen. Denn das illustrierte Werk liefert nicht nur Geschichten aus dem Bettkästchen, sondern auch historisches Material über Mensch und Zeit vom Mittelalter bis heute. Jüngstes Beispiel ist Monica Lewinsky, die "berühmteste Praktikantin der Welt", die durch ihr Verhältnis zu Bill Clinton den amerikanischen Präsidenten beinahe gestürzt hätte ...

 


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